NATURA MORTA II versammelt drei künstlerische Stimmen, die Natur nicht als starres Stillleben, sondern als lebendigen, atmenden Prozess verstehen. Die Ausstellung kreist um Material, Erinnerung und Berührung. Um das, was wir sammeln, bewahren, verlieren und neu betrachten.
Maxim Pritula öffnet seine Werke wie stille Gespräche mit der Natur. Holz, Laub und Ton werden nicht nur zu Objekten, sondern Resonanzräumen, in denen Fragilität und Beständigkeit miteinander verhandelt werden. In seinen neuen Ölgemälden schimmern Waldlandschaften wie sedimentierte Erinnerungen auf; schichtweise verdichtet, erdverbunden und voller subtiler Bewegung, die weniger abbildet als erinnert.
Natsuko Mizushima sammelt Pflanzen und Fundstücke wie kleine Schätze und macht ihre Spuren von Wachstum, Veränderung und Vergänglichkeit sichtbar. Sie konserviert, schnitzt, schält und schichtet mit dem Ziel, filigrane Objekte und Schmuckstücke zu kreieren, die Achtsamkeit erfahrbar machen. Ihr kreativer Prozess vertieft die Wertschätzung für die Schönheit der Natur und sensibilisiert zugleich für Umweltfragen.
Alina Naomi Abke verwebt Perlen, Materialien und Geschichten zu kunstvollen Texturen; immer an der Schnittstelle zwischen Kunst, Design und Handwerk. Für NATURA MORTA II erweitert sie ihre Materialwelt um organische wie verarbeitete Elemente. Im Zentrum steht der Blick, wie sich natürliche Formen und präzise gefertigte Komponenten gegenseitig beeinflussen und welche Wirkung entsteht, wenn Fragiles und Dauerhaftes aufeinandertreffen.
Zusammen entfalten die drei Positionen ein poetisches Echo der Natur: kein Stillstand, sondern ein weiter schlagender Puls. Unterschiedliche Herangehensweisen, Materialien und Perspektiven treffen aufeinander, kommentieren einander und verschmelzen zu einer sensiblen, atmosphärischen Gesamterfahrung. Wer die Ausstellung betritt, wird Teil dieses Dialogs zwischen Material, Erinnerung und Bewegung: Ein Spiel von Nähe, Wandel und berührender Materialpoesie.
Die Ausstellung ist vom 21. Februar bis 4. April 2026 im Kunstforum der
Werkschule e. V., Oldenburg zu sehen.
Wir freuen uns darauf, Sie am 21.02.2026 zur Vernissage begrüßen zu dürfen.