Aktuelle Ausstellungen

Aktuelle Ausstellungen

und Vorschau auf bevorstehende Ausstellungstermine

Aktuelle Ausstellung: Tobias Heine – Topos und Terrain iO.iO. | 22.09. - 31.10.2021

WS_Tobias Heine_Detail „Ein Spiegelbild das ausreichend gut stimmt“, Aufkleber, 2020 © Franziska von den Driesch Zuschnitt
Tobias Heine: "Ein Spiegelbild das ausreichend gut stimmt“, Foto: © Franziska von den Driesch

Wir laden Sie herzlich zu einem Besuch in unsere aktuelle Ausstellung ein:

Tobias Heine – Topos und Terrain iO.iO.
Malerei und Zeichnung
bis 31.10.2020

Mehr Infos zur Ausstellung >

Öffnungszeiten der Ausstellung:

montags – freitags:
09:00 bis 12:30 Uhr

mittwochs + donnerstags:
15:00 bis 18:00 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ihre Werkschule

Zur Biographie von Tobias Heine 


Zur Ausstellung bietet Tobias Heine einen Malerei-Kurs in der Werkschule an:

Das Mysterium der Farbflächen
30.10. & 31.10.2021 / 90 EUR zzgl. Material
> mehr Infos hier

Tobias Heine: „postsonar“, beidseitig Bleistift auf Papier, 2020 © Tobias Heine

Zurückhaltend kommen sie vorerst daher, Heines Arbeiten Topos und Terrain und Ein Spiegelbild das ausreichend gut stimmt. Erstere breitet sich mit 150 Zeichnungen in 16 Mappen auf einem Tisch aus und lädt zum Durchforsten ein: ein Sammelsurium aus durchscheinenden, doppelseitig bearbeiteten Kopierpapier­blättern. Gestische, abstrakte Zeichnungen dokumentieren und archivieren Heines ästhetischen (Be)Forschungen des Lebens zur Zeitdehnung, Wiederholung, Vereinzelung und Choreografierung des Tuns. Dabei wird das Durchblättern des Publikums zum per­formativen Bestandteil der künstlerischen Strategie: Das Öffnen der Mappen, das Neu-Sortieren, Wenden und Häufen, Ausbreiten und Vergleichen der Blätter stellt eine der vielen Alltagshand­lungen dar, denen Heine in seinen Arbeiten auf den Grund geht.

„Die von mir erzeugten Arbeiten bewegen sich zwischen formal bedeutender Reduktion und der Frage nach der Bildwürdigkeit einer alltäglichen Handlung. Über den damit verbundenen Eindruck des ‚zu Wenig‘ greife ich auch die Werkfrage auf.“

Ein Spiegelbild das ausreichend gut stimmt kommt einer lückenhaften Erzählung gleich: Eine Abfolge von zwei Kar­ten, drei Textblättern und zwei Aufklebern scheint ein Konglomerat aus persönlichem Erleben und Beobach­tungen der Umgebung zu bilden. Von Leerstellen und dem Entzug einer eindeutigen Lesart geprägt, fordert die Arbeit eine assoziative Weiterentwicklung durch das Publikum heraus.

 

Vergangene Ausstellung: Gunther Gerlach - Echos formen | 16.09.2020 - 15.01.2021

Gunther Gerlach, im Atelier © Gunther Gerlach

Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung am

Dienstag, den 15.09.2020.
Um 18 und 19 Uhr finden Ausstellungsrundgänge mit Gunther Gerlach statt.
Einlass nur mit Mund- und Nasenschutz!

Zur Biographie der Künstlers > | www.gunthergerlach.de

Workshop mit Gunther Gerlach:
Ausdruck x drei: Ton, Tusche, Holzschnitt
30.10.-01.11.2020 > mehr Infos 

Einladungskarte PDF [Download, 200 kB]

„Was ist das Wesen dieser Figur?“

Gunther Gerlachs expressive Skulpturen – manchmal aus einem Stück Holz gearbeitet, manchmal aus mehreren zusammengeleimt – beschreiben einen eigenen Kosmos: Sie formen ein Echo im Sehenden, wecken Assoziationen, können berühren und sich im nächsten Moment wieder entziehen. Die abstrakten lebensgroßen und überhohen Stelen kommen einer menschlichen Silhouette sehr nah. Sie drehen, neigen, krümmen sich, richten sich wieder auf und beschreiben so in ihren Formen kaum erkennbare und doch so vertraute Spuren des Menschlichen.

Dabei spielt das Material Holz eine untergeordnete Rolle: Gerlach färbt die Stelen größtenteils weiß oder rußschwarz, belebt sie gleichsam durch ein kontrastreiches Schattenspiel. In der Begegnung im Raum angeordnet umgibt diese wesenhaften Abstraktionen mit ihrem Facettenreichtum ein für den Betrachter spürbares Spannungsfeld.

Als Zeichner arbeitet Gerlach ausschließlich in schwarz- weiß mit Grafitstift und Zeichentusche. Seine metaphorischen Gedichte und Texte spiegeln die Formenvielfalt seiner plastischen und zeichnerischen Arbeiten – ein komplexes Gesamtwerk entsteht, das ausdrucksstark eine unbekannte und zugleich urvertraute Bildwelt enthüllt.

Vergangene Ausstellung: Till Gerhard - Verlorener Schnee | 29.01. - 13.03.2020

Till Gerhard, "White Silence“, 2019, 50x40cm, Öl auf Leinwand. Foto und © Till Gerhard

Schnee, ein magisches Wort, das sogleich vielfache Assoziationen erweckt.
Schnee, der zu wenig fällt oder zuviel; der erste Schnee, der eine kindliche Freude hervorruft; Schnee, der Licht in die Dunkelheit reflektiert und die Welt zum Funkeln bringen kann; Schnee, der alles verhüllt und gleich macht; Schnee, der die laute Welt leise macht; Schnee, der verlangsamt und jeden auf sich selbst zurück wirft; Verzauberung, Schönheit und Schrecken, jede Flocke einzigartig,
Schnee, in dessen unschuldigem Weiss nun auch Mikroplastik gefunden wurde.

Wir treffen auf Figuren, die einem Traum entlehnt sein könnten, die Rituale vollziehen, um den Kräften der Natur zu huldigen. Winterdämonen.

A Recurring Dream

Till Gerhard

Zur Biographie der Künstlers >

Till Gerhard,„The Light Within“, 2009/2019, 170x130cm, Öl und Sprühfarbe auf Leinwand Foto und © Till Gerhard

Wirbelnde Körper und Flocken, Winterdämonen und Traumfiguren, tief verschneite Landschaften, Ritual und Spiritualität. In der Ausstellung „Verlorener Schnee“ versammelt Till Gerhard Arbeiten der letzten Jahre, denen die mystische Winteratmosphäre gemein ist. Schicht um Schicht entstehen wirkintensive Motive in weißer Umgebung, (sur)reale Bildräume und Assoziationsketten, Manifestationen archaischer Rituale und Erdenergien. Wanderungen auf dem Grat zwischen Wirklichkeit und Wahn.

Till Gerhard beschäftigt sich in seiner Arbeit mit Menschen im Sog sozialer Dynamiken: Festgemeinschaften, Protestbewegungen, Alternative Lebensgemeinschaften, Subkulturen. Huldigungen der Natur treffen auf dunkle Machenschaften, utopische und spirituelle Ideen auf grundlegende Fragen menschlicher Existenz. Masken und Verhüllungen sind wiederkehrende Zeichen in Gerhards Arbeiten – Unheimlichkeit und Bedrohung zentrale Momente.

www.tillgerhard.de